Montag, 03.05.2010 – Anreise und Kopenhagen
Nach wenig Schlaf bin ich frühmorgens aufgestanden um den geplanten Trip anzutreten. Wir sind mit dem Taxi um fünf Uhr morgens an den Flughafen von Oulu gefahren, haben aber schonmal recht viel gezahlt, einfach nur da wir noch auf Eli warten mussten… Dann ging es auch schon los, Flug von Oulu nach Riga und dann weiter nach Kopenhagen. Lukas hat es geschafft den Abflug, den kompletten Zwischenstopp in Turku und die Landung zu verschlafen, ohne auch nur einmal aufzuwachen! Neid!
In Riga am Flughafen hab ich noch zufällig Jing und Puan – meine Mitbewohner – getroffen.
In Kopenhagen angekommen sind wir dann erstmal mit der Metro in die Stadt gefahren und haben aufgeteilt, wer zum Couchsurfing geht und wer ins Hostel. Ich bin mit Eli, Lukas und Enrique ins Hostel, Daniele, GianMaria und Fede sind zum CouchSurfing. Also das Hostel finden und dann warten, bis die anderen kommen – sogar ziemlich lange warten… Ich weiß nicht, was die gemacht haben, auf jeden Fall saßen wir da ziemlich lange und mit ziemlich Hunger.
Das Hostel selbst… der Aufenthaltsraum war eigentlich ganz cool nur die Zimmer nicht so wirklich der Hit. Ein Raum mit etwa 20 Betten ist nicht so wirklich das angenehmste… Als die anderen dann endlich gekommen sind, sind wir losgezogen in die Stadt, um erstmal noch was zu essen und ein bisschen was zu sehen. Mir gings dann auf einmal
Richtig schlecht, ich hatte ganz schlimme Bauchschmerzen und hatte das Gefühl ich setz mich gleich auf die Straße und gehe keinen Schritt mehr weiter. Deshalb hab ich mich dann auch entschieden zurück zum Hostel zu gehen und dort zu bleiben, anstatt mit den anderen auszugehen. Während meine Gruppe also Christiania bei Nacht erlebt hat – scheinbar recht zwielichtig, mit Feuer in Mülltonnen, Joints angeboten wie man sie grade will, alles dunkel… -, bin ich mit Tee und Laptop im Bett geblieben. Schlafen war unmöglich da unsere lieben Zimmermitbewohner – Spanier – nicht gerade rücksichtsvoll veranlagt waren.
Dienstag, 04.05.2010 – Kopenhagen
Nach sehr viel Zeit in meinem Bett wurde ich am Morgen von diversen Handys, ein- und ausgehenden Menschen sowie von über Frühstücksmilch diskutierenden Spaniern geweckt. Na vielen Dank auch, viel geschlafen hatte ich wieder nicht. Dafür war mein Bauch nicht mehr ganz so schlimm und ich konnte mich wenigstens für den Tag mit einplanen. Nachdem wir dann alle fertig waren sind wir losgezogen, um uns um 12 Uhr mit den anderen in der Stadt zu treffen. Um 12 Uhr sind wir in eine Bäckerei gegangen um dort zu frühstücken und dann mit halbstündiger Verspätung bei den anderen aufgekreuzt… allerdings bezweifle ich, dass die Italiener um 12 Uhr am Treffpunkt waren.
Lukas hatte beim Frühstück den Spaniern von Brezeln erzählt und wir hatten dann plötzlich so Lust auf Brezeln, aber obwohl über jeder Bäckerei eine Brezel hing gab es die nirgends. 
Wir haben uns also das Zentrum von Kopenhagen angeschaut und sind auf einen Turm hoch, um uns auch noch alles von oben anzuschauen. Die Stadt ist wirklich schön, gefällt mir sehr gut. Nach einem Mittagessen sind wir dann nochmal ein bisschen durchs Zentrum und haben uns letztendlich vor einem brennenden Haus wiedergefunden. :O Es hat dann auch angefangen so zu regnen, so dass wir unter dem Vordach einer Kirche Schutz gesucht haben und dort erstmal eine Weile gesessen sein. Essen und Kälte tat mir nicht so gut, ich hatte wieder recht starke Bauchschmerzen… Wir sind dann aber auch weiter zur Festung – in Sternform
– und zu dem Ort, an dem eigentlich das Wahrzeichen von Kopenhagen sitzt – die Kleine Meerjungfrau. Naja, sie ist leider gerade zur Expo nach Shanghai verreist, so dass wir sie nicht sehen konnten. An ihrer Stelle steht ein großer Bildschirm, der sie eigentlich live aus Shanghai zeigen sollte, aber eigentlich war sie nur die ganze Zeit am Laden. Ich hab mich also angeboten, als Stellvertreterin zu fungieren! 

Martina
Ansonsten gab es in der Umgebung dort ganz schöne Ecken, es war grün und auch die Sonne kam ab und an mal raus, so dass der Tag dann doch noch ganz schön war.
Später sind wir dann in die Wohnung, in der die Italiener übernachten. Ganz schön groß für eine Person!

Dort haben wir dann gekocht, gegessen und uns ein bisschen ausgeruht. Mir war nicht so ganz gut, Lukas hat mir Tee gekocht!

Danach sind wir dann wieder los Richtung Hostel, mit einem kurzen Zwischenstop in einer Bar.
Mittwoch, 05.05.2010 – Kopenhagen
Es war mal wieder unmöglich, in unserem Hostel wirklich zu schlafen… Es herrscht ständiges Kommen und Gehen, lautes Gerede, Handys, endlose Wecker, etc… Wir waren also alle früher als gewollt wach und fertig und sind dann mit unseren Sachen vom Hostel zum Couchsurfing umgezogen. Da Enrique und GianMaria schon abends nach Oslo fliegen wollten, wollten die restlichen fünf von uns alle die Nacht beim CouchSurfing verbringen. Wir haben dann noch ein bisschen gefrühstückt und sind dann losgelaufen Richtung Innenstadt. Ich hatte folgende Pläne für mich, was ich gerne noch machen wollte:
- Schloss
- zurück zu einem Platz mit vielen Statuen
- Hut kaufen
- Apotheke um Buscopan zu kaufen (immer noch sehr
Bauchschmerzen, jetzt gemischt mit allgemeint krank und erkältet…)
Wir sind also zuerst Richtung Schloss gelaufen und haben uns die dazugehörenden Gärten bzw. den Park angeschaut. Es war so schön sonnig, dass wir uns dort erst einmal ein bisschen hingelegt haben, dann kurz zum Supermarkt gegangen sind, um im Part zu picknicken. Wir saßen oder lagen dort dann auch recht lange und haben Sonne und Wärme genossen, bevor wir kurz zum botanischen Garten gegangen sind. Dann ging es zurück zum Zentrum, die Geschäfte waren natürlich alle geschlossen, aber den Statuenplatz haben wir wieder gefunden, so dass ich wenigstens 2 meiner 4 Punkte erfüllen konnte. 
Wir mussten dann auch zurück zur Wohnung, da GianMaria und Enrique zum Flughafen mussten. Mit den verbleibenden Mitreisenden haben wir dann Christiania noch einen Besuch abgestattet, damit ich es auch sehe, aber bei Tag war das vermutlich nochmal was ganz anderes. Und da fand ich es schon recht krass! Fotos natürlich überall verboten. 
Zurück zuhause haben wir dann gekocht und die anderen sind noch ein bisschen in eine Bar – für mich ist das mal wieder ausgefallen…
Donnerstag, 06.05.2010 – Oslo
Heute sind wir sehr früh aufgestanden, um den Flug nach Oslo zu nehmen. Ich hatte mal wieder ziemlich schlecht und wenig geschlafen und war relativ fertig und gestresst von dem ganzen Flughafengezeugse… In Oslo haben wir dann erstmal Enrique und GianMaria wiedergetroffen und festgestellt, das wir irgendwie nur noch Mist zusammenbringen. Wir haben eine Rückfahrkarte zum Flughafen gekauft, müssen aber für den nächsten Flug an einen anderen Flughafen. Also hingehen, umtauschen… dann sind wir was zu Trinken kaufen gegangen und Lukas hat erstmal eine Cola runtergeworfen, die sich über den kompletten Laden ergossen hat… dann haben wir festgestellt, dass unsere neuen Tickets keinen Studentenrabatt haben – also wieder umtauschen… und die Toilette kostet auch! Naja… danach sind wir dann unser Gepäck einschließen gegangen und haben aussortiert, was den nächsten Tag in Oslo bleiben wir und was wir mit nach Bergen nehmen werden.
Es ging dann los, Richtung Innenstadt, einmal alles sehen. Ich hab erstmal im H&M einen Hut gekauft und auch Eli einen geschenkt. Für die nächsten zwei Tage, an denen wir nicht duschen oder Haare waschen können, da wir die Nächte in Zügen verbringen werden. In Oslo sind wir ein bisschen durch die Straßen gelaufen, haben das Schloss gesehen und schließlich den Hafen. Der Hafenpart und ein Park dort waren relativ schön, es war auch schön sonnig und ein paar nette Ecken haben wir gefunden. Allerdings fehlt Oslo etwas, was die Stadt wirklich ausmacht! Wir waren auch alle relativ müde und hatten aber noch einige Zeit zu verbringen, bevor unser Zug nach Bergen gehen würde. Wir sind also einkaufen und was essen gegangen und haben gewartet.
Zurück am Bahnhof ging unser Schließfach mit den Sachen, die mit nach Bergen sollten, nicht mehr auf… Na toll!
Wir haben dann einen Sicherheitsmann gefunden, der uns nach ein paar Formalitäten das Fach aufgeschlossen hat. Den Zug haben wir also noch wunderbar erreicht und als nette Überraschung gab es auf jedem Sitz einen Pack mit Decke, Kissen, Schlafbrille und Oropax. Sehr praktisch!
Also mal versuchen, in einem Zug zu schlafen…
Freitag, 07.05.2010 – Bergen
Versuch fehlgeschlagen. Geschlafen hab ich so gut wie gar nicht und so langsam sammelt sich die Müdigkeit doch an.
In Bergen angekommen haben wir uns erstmal auf die Suche nach einem Café gemacht um zu frühstücken und – eher der Hauptgrund – das Bad zu benutzen. Bis dann jeder fertig war mit Zähne putzen, Linsen einsetzen, umziehen, etc war es dann… immer noch früh! Wir sind also ein bisschen durch die Stadt gezogen und haben dann beschlossen, auf einen der Berge zu fahren und von dort aus die Aussicht über die Fjorde zu genießen. Der Blick war dann auch richtig toll!

Eli, Lukas, Martina & Enrique
Wir sind dann noch ein Stückchen weitergelaufen zu einem See und haben uns dann wieder an den Abstieg zurück in die Stadt gemacht. Es war immer noch so früh, der Zug kam so früh an… aber wir waren alle schon so müde. Wie sind dann in einen Park am Schloss und die anderen haben geschlafen. Ich hab mich ein bisschen hingelegt und die Sonne genossen.

Danach haben wir noch kurz das Schloss angeschaut, war aber nicht so interessant, so dass wir dann auch schon weiter Richtung Mittagessen gegangen sind. Danach haben wir noch ein bisschen genauer die Hafengegend erkundet und Lukas und Daniele habe sich entschieden, ein Bad im Meer zu nehmen. Es war zwar nicht so warm und die Wassertemperatur weiß ich jetzt nicht so genau, aber Lachen war auf jeden Fall garantiert.

Nach einer weiteren Tour sind wir dann zurück in das Café, in dem wir morgens schon waren, um zu Abend zu essen und erneut das Bad auszunutzen. Nur… Eli kam dann nicht mehr raus, die Tür ging einfach nicht mehr auf. Das Ganze war mit einem Code und auch mit Codeeingabe ging gar nix mehr.

Nach einer Weile hat es dann eine Angestellte doch geschafft, Eli mit einem Schlüssel zu befreien und wir haben uns auf den Weg zum Bahnhof und zurück nach Oslo gemacht. Wohoo… eine weitere Nacht im Zug…
Samstag, 08.05.2010 – Oslo
Zurück in Oslo, übermüdet nach einer mehr oder weniger angenehmen Zugfahrt. Es war halb sieben als wir ankamen und fast halb zehn, also wir endlich eine Toilette gefunden haben! Wir waren also alle etwas gereizt… Wir sind dann zu einem großen Park in Oslo gelaufen, ziemlich weit gelaufen sogar… Der Park war eigentlich nur Wiese und zwischendrin gab es einen Ort mit sehr sehr sehr vielen Statuen, bestehend aus nackten Menschen. GianMaria hat das Ganze ziemlich treffend als Kamasutra-Park bbezeichnet, da die Statuen wirklich sehr obszöne Posen hatten… Wir haben dann in dem Park noch ein bisschen geschlafen, wir waren doch alle ziemlich fertig und es war mal wieder so schönes Wetter, dass es sich fast angeboten hat.
Nach dem Mittagsschlaf sind wir dann losgelaufen zu einem Wikingerschiffmuseum und nach etwa zwei Stunden sind wir dann dort auch endlich angekommen. Der ganze Weg war für mich eine Qual, mir war so warm und meine Beine waren so extrem angeschwollen, dass das Laufen einfach nur wehtat. Ich glaube das kam von den zwei Nächten im Zug, zu wenig Schlaf und überhaupt… auf jeden Fall hat das den ganzen Tag angehalten. Das Museum war es dann meiner Meinung auch nicht wirklich wert. Es waren drei kleine halb verrottete Schiffe drin und dafür haben wir auch noch Eintritt gezahlt… Wir sind dann mit der Fähre zurück in die Stadt gefahren und haben dort was zu Essen gesucht bevor wir uns aufgemacht haben zum Flughafen. Wir haben uns da ein bisschen verkalkuliert und den Zug verpasst, der direkt in den Ort fährt, wo der Flughafen ist, da wir nicht wussten, dass der Flughafen so weit von Oslo weg ist. RyanAir eben… Wir sind dann mit dem Zug bis zu einem anderen Ort gefahren und von dort aus mussten wir dann ein Taxi nehmen. War sehr aufmerksam, ein Norweger hat uns im Zug angesprochen, ob wir zum Flughafen möchten und er könne uns helfen, zu schauen ob ein Bus fährt oder uns ein Taxi rufen und einen guten Preis auszuhandeln. Er hat uns dann auch tatsächlich ein Taxi für sieben Leute gerufen. Sehr nette Menschen die Norweger! Alle die wir getroffen hatten waren wirklich sehr freundlich und zuvorkommend.
Am Flughafen haben wir dann noch ein bisschen gewartet und sind dann auch schon los Richtung Stockholm. Dort angekommen ging es dann wieder anderthalb Stunden, bis wir mit dem Bus endlich in der Stadt waren. Wir sind dann auch endlich zum Hostel, ich konnte wirklich nicht mehr Laufen! Deshalb bin ich dann auch im Hostel geblieben während die anderen noch ausgegangen sind um zu essen, es ging einfach gar nicht mehr. Ich war dann aber doch ein bisschen traurig, dass ich schon wieder nicht dabei war.
Sonntag, 09.05.2010 – Stockholm
Ich war viel früher wach als alle, ich konnte einfach nicht mehr schlafen. Vitor hatte mir geschrieben, dass sie jetzt auch in Stockholm seien, aber ich wollte auch nicht einfach gehen, ohne den anderen was zu sagen und ich wusste auch gar nicht so genau wo ich bin. Also hab ich erstmal gewartet, geduscht, gewartet… danach bin ich in die Küche und habe festgestellt, dass es in unserem Hostel kostenlos Kaffee, Tee und Pasta gibt. Endlich mal wieder Kaffee!!!
Irgendwann hat es mir dann auch gereicht und ich dachte ich wecke jetzt einfach mal alle, es war schließlich schon fast elf… und Enrique hatte gemeint er möchte um acht oder neun aufstehen um den Tag auszunutzen… GianMaria, Daniele und Eli waren wach, ich wollte also Enrique wecken. Nur hab ich Enrique nicht gefunden… Lukas hab ich gesehen und Fede, aber in den restlichen Betten war nirgendwo Enrique (das Zimmer hatte 28 Betten). Letztendlich hab ich ihn im Bett von Lukas gefunden. Als sie nachts heimkamen waren weniger Betten als Leute übrig… -.- Wir haben dann aber das Geld für ein Bett erstattet bekommen, immerhin. Bis wir dann erstmal vom Hostel aus losgekommen sind hat es natürlich ewig gedauert… und dann sind wir erstmal an den Bahnhof um die Fahrkarten für die Fähre zu kaufen und danach Essen gegangen. Und dann sind wir erst ein bisschen durch die Stadt gelaufen. Gleichzeitig immer noch versucht sich irgendwie mit Vitor abzusprechen, dass wir uns irgendwo treffen, aber irgendwann kam eine Antwort mehr und ich wusste dann nicht, ob das jetzt ja, nein oder nicht gelesen heißt. Genau genommen hat er geschlafen…
Naja, ich hatte auch nicht das Gefühl, dass wir sonderlich viel von Stockholm gesehen haben, da wir irgendwie ständig im Kreis gelaufen sind. Außerdem sind wir zur City Hall gelaufen um auf den Turm zu steigen – geschlossen – und zum Vasa Museum – geschlossen. Auf dem Rückweg vom Museum haben wir dann aber Vitor und Gorka getroffen, die auch am Museum waren, aber dann als sie gesehen haben, dass es geschlossen ist, zurückgelaufen sind, anstatt sich zu melden… wir waren schließlich auch am Museum! Sie saßen dann aber auf dem Weg an einer Bank und haben gewartet. 
Wir sind dann alle zusammen zurück zum Hostel, damit Fede, Enrique und Daniele ihr Gepäck holen und die Fähre nach Turku erwischen konnten. Und dort kam das erstmal der Schock – Elis Laptop wurde aus Lukas Rucksack geklaut! Das muss jemand gewusst haben, dass der Laptop dort drinwar, denn der Rucksack war abgeschlossen und unter anderen Sachen vergraben. Außerdem wurden alle anderen Wertsachen die drin waren nicht geklaut… Nicht gut! Also hat Eli erstmal alle ihre Passwörter geändert und die Polizei angerufen, wo sie dann auch noch hinmusste. Während die anderen also zur Polizei sind bin ich mit Vitor und Gorka noch ein bisschen durch die Stadt und später mit ihnen in ihr Hostel um zu essen. Lukas hat mir dann noch geschrieben, als sie von der Polizei zurückkamen, dass sie noch in einer Bar seien und ob ich kommen wolle. Vitor und Gorka haben mich dann dorthin gebracht und sind auch noch geblieben, aber nach einer Weile sind wir dann alle müde zum Hostel zurück und ins Bett. Wir hatten schließlich einen Plan, am nächsten Tag noch was zu sehen, da uns trotz Enriques Aussage, wir hätten das Wichtigste gesehen, immer noch noch die Altstadt gefehlt hat…
Montag, 10.05.2010 – Stockholm
Ich bin mal wieder viel zu früh aufgewacht. Aber ich konnt ein diesem Hostel einfach nicht wieder einschlafen, da ist immer zu viel los… Ich hab also mal wieder gewartet und gewartet und gewartet und bin dann zur vereinbarten Zeit meiner Aufgabe als Wecker nachgekommen. Bis wir dann wieder aus dem Hostel gegangen sind hat es eine Weile gedauert, aber wir hatten sowieso Zeit.
Wir sind dann erstmal Richtung Wasser und haben dort ein bisschen umhergeschaut und dann war die Altstadt an der Reihe. Vitor und Gorka haben wir nicht mehr gesehen, da sie nicht geantwortet haben und, wie ich später erfahren habe, gar nicht in der Nähe waren. Wir sind dann nochmal zur City Hall und haben uns dann trotzdem gegen den Turm entschieden… Mir ging es mittlerweile wieder ziemlich schlecht, ich konnte kaum noch aufrecht gehen, mein Bauch hat mich einfach zu sehr eingeschränkt. Als wir dann angefangen in der Innenstadt shoppen zu gehen habe ich dann entschieden, besser zurück zum Hostel zu gehen und Tee zu trinken und ein bisschen zu sitzen oder zu liegen, was sich gerade anbietet. Ich saß also am Computer, es war zum Glück nicht viel los, und hab mir Susie online geholt, so dass ich wenigstens ein bisschen Gesellschaft hatte. Ich war aber trotzdem ziemlich deprimiert, ich wollte so gern alles mitmachen und alles sehen und ich bin auf der ganzen Reise so oft zuhause geblieben. 
Die anderen sind dann auch zurückgekommen und wir haben uns auf dem Weg zum Hafen und zur Fähre gemacht. Dort mussten wir uns dann erstmal von Eli verabschieden, da sie zurück nach Barcelona fliegt. Ich werde sie wirklich vermissen!!!
An Bord haben wir uns dann ein bisschen in der Kabine eingerichtet und dann das Schiff und den Tax-free-Shop angeschaut. Wunderbar. Lauter Riesensüßigkeiten.
Für die anderen lauter Bier.
Lukas und ich haben uns dann Brot und Käse gekauft – und natürlich Süßigkeiten – und dann in der Kabine gevespert. GianMaria wollte lieber im Restaurant essen. Wir sind dann noch ein bisschen durchs Schiff gezogen, haben einen Raum gefunden, in dem man Wii spielen konnte und sind dann auch ins Bett gegangen.
Dienstag, 11.05.2010 – Rückreise
Heute nacht haben Lukas und GianMaria ein außerordentliches Schnachkonzert gegeben. Beeindruckend!
GianMaria meinte, er gibt mir 10 Minuten zum vor ihm einschlafen, ich wollte eine halbe Stunde. Wir haben uns auf 15 Minuten geeinigt und nach 2,5 Minuten hat er geschlafen und angefangen zu schnarchen…
Ich hab die ganze Nacht mit Oropax verbracht und die beiden trotzdem gehört… zum Glück konnte ich trotzdem noch ein bisschen schlafen.
In Turku hatten wir dann auch einen recht frühen Zug nach Oulu. Die beiden Jungs haben wieder geschlafen bis Tampere, dort mussten wir umsteigen und danach waren wir mehr oder weniger im Kinderabteil… Wir hatten eine Stunde Verspätung, wollten nicht mehr sitzen und einfach nur noch ankommen! Um 17 Uhr war ich dann endlich wieder zuhause zum Ausruhen… und habe festgestellt, dass jetzt jemand LAUTES im Zimmer neben mir wohnt.